DMP: Disease-Management-Programme

Chronisch kranke Menschen können über strukturierte Behandlungsprogramme, welche Leistungsbestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung sind, sowohl ihre Therapieziele kontrollieren als auch optimieren.

Hierfür ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor von DMP die Mitarbeit der Patienten nach Vereinbarung von individuellen Therapiezielen. Im Rahmen der jeweiligen Programme können gemeinsam weitere Beratungs- und Informationsangebote erwogen werden.

In unserer Praxis spielen vor allem die regelmäßigen Verlaufskontrollen eine wesentliche Rolle. Dies ermöglicht uns zum einen Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, als auch einen Raum zu schaffen, um Ihre Fragen und Sorgen ansprechen zu können.

Unsere DMP-Programme

Diabetes mellitus Typ 2

Ziele dieses DMP lassen sich unter zwei Säulen zusammenfassen: Die erste Säule beinhaltet die Vermeidung von direkten Symptomen sowohl der Erkrankung selbst als auch durch die Therapie. Hierunter zählen unter anderem die Vermeidung von Unterzuckerung, ein vermehrter Harndrang oder auch akute Wunden mit Gefahr der Chronifizierung. Die zweite Säule umfasst die Vermeidung von Langzeitfolgen, unter anderem eine Verschlechterung der Nierenleistung, Nervenschädigungen oder eine Abnahme der Sehfähigkeit. Hierfür stehen uns im Rahmen des DMP folgende Untersuchungen zur Verfügung:

  • mindestens einmal jährlich: Bestimmung der Nierenparameter
  • mindestens alle 6 Monate: Bestimmung des HbA1c
  • mindestens alle 6 Monate: Blutdruckmessung
  • mindestens alle 6 Monate: Beurteilung der Injektionsstellen bei insulinpflichtigen Patienten
  • mindestens einmal jährlich: Untersuchung der Füße
  • mindestens einmal jährlich: Überweisung zum Augenarzt

Koronare Herzerkrankung (KHK)

Zu den Zielen des DMP KHK zählt an erster Stelle der Erhalt der Lebensqualität. Dazu gehören der Erhalt bzw. die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Darin eingeschlossen ist dann vor allem die Vermeidung von Beschwerden einer Angina pectoris, der sogenannten Brustenge, und die Vermeidung von Herzinfarkten. Hierfür stehen uns folgende Untersuchungen zur Verfügung:

  • mindestens einmal jährliche Bestimmung der Blutfette, der Nierenparameter und des Blutzuckers
  • regelmäßige Blutdruckmessungen

Osteoporose

Seit Oktober 2024 steht uns das DMP-Osteoporose zur Verfügung. Auch hier ist das oberste Ziel die Lebensqualität zu erhalten

  • Hier gilt die Risikominimierung für Frakturen und damit das Risiko des Verlustes der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit als oberste Priorität
  • Dazu gehört, Fallstricke, die zu Stürzen führen, zu erkennen und aktiv zu vermeiden
  • Schmerzlinderung von akuten und chronischen Schmerzen
  • Die Therapie soll stets strukturiert abgestimmt sein, von den Medikamenten, über dieErnährung bis zur Bewegungstherapie

Um diese Ziele im Blick zu behalten bildet das DMP einen Rahmen:

  • Regelmäßige Dokumentation der osteoporoserelevanten Ereignisse
  • mindestens jährliche Kontrolle der Nierenwerte